| Der Umfang der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Anreizaspekten der Graffitierstellung ist aktuell mehr als dürftig. Die meisten Publikationen streifen die Thematik nur marginal oder übernehmen weitgehend Eigenreflexionen der Szene. Einige psychologische Abhandlungen widmen sich der Inhaltsdeutung von Graffiti.((vgl. Manig, Yvette: Anreizstruktur des Graffitisprayens, Diplomarbeit, Institut für Psychologie der Universität Potsdam, 2002)) Im deutschsprachigen Raum sind nur zwei Untersuchungen bekannt, die das Thema tiefgründiger angehen: Eine am Institut für Psychologie der Universität Potsdam durchgeführte Anreizanalyse((Rheinberg, Falko / Manig, Yvette: Was macht Spaß am Graffiti-Sprayen? Eine induktive Anreizanalyse, in: Report Psychologie. - 28 (2003), 4, S. 222 - 234, 2003 (abgerufen über das [[https://publishup.uni-potsdam.de/opus4-ubp/files/544/rheinberg_graffiti.pdf|Publikationsportal der Universität Potsdam]] am 10.03.2022)) ist vollständig der Thematik gewidmet und in der Ersten mitteldeutschen Graffitistudie((Sackmann, Reinhold et al.: Graffiti kontrovers – Die Ergebnisse der ersten mitteldeutschen Graffitistudie, Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale), 2009)) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg findet sich ein Abschnitt unter der Überschrift "Die Sprüher und ihre Motive". | Der Umfang der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Anreizaspekten der Graffitierstellung ist aktuell mehr als dürftig. Die meisten Publikationen streifen die Thematik nur marginal oder übernehmen weitgehend Eigenreflexionen der Szene. Einige psychologische Abhandlungen widmen sich der Inhaltsdeutung von Graffiti.((vgl. Manig, Yvette: Anreizstruktur des Graffitisprayens, Diplomarbeit, Institut für Psychologie der Universität Potsdam, 2002)) Im deutschsprachigen Raum sind nur zwei Untersuchungen bekannt, die das Thema tiefgründiger angehen: Eine am Institut für Psychologie der Universität Potsdam durchgeführte Anreizanalyse((Rheinberg, Falko / Manig, Yvette: Was macht Spaß am Graffiti-Sprayen? Eine induktive Anreizanalyse, in: Report Psychologie. - 28 (2003), 4, S. 222 - 234, 2003 (abgerufen über das [[https://publishup.uni-potsdam.de/opus4-ubp/files/544/rheinberg_graffiti.pdf|Publikationsportal der Universität Potsdam]] am 10.03.2022)) ist vollständig der Thematik gewidmet und in der Ersten mitteldeutschen Graffitistudie((Sackmann, Reinhold et al.: Graffiti kontrovers – Die Ergebnisse der ersten mitteldeutschen Graffitistudie, Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale), 2009)) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg findet sich ein Abschnitt unter der Überschrift "Die Sprüher und ihre Motive". |
| >»Graffitis und auch die Praktiken ihrer Herstellung sind Formen der Aneignung des öffentlichen Raums und des urbanen Place-Making. Ihre Platzierung markiert die Aktionsräume der Graffiti-Szene und hat soziale Indikatorfunktion. Ihre bildliche und schriftsprachliche Gestaltung, ihre Semantik und Funktionalität geben Hinweise auf Themen, Einstellungen, Ethik und Relevanz-Setzungen der meist jugendlichen Akteure.«((Papenbrock, Martin / Tophinke, Doris (2018): Graffiti digital. Das Informationssystem Graffiti in Deutschland (INGRID). In: Zeithistorische Forschungen, [[https://zeithistorische-forschungen.de/1-2018/id=5571|https://zeithistorische-forschungen.de/1-2018/id=5571]] , Abruf am 20.01.2022)) | >»Graffitis und auch die Praktiken ihrer Herstellung sind Formen der Aneignung des öffentlichen Raums und des urbanen Place-Making. Ihre Platzierung markiert die Aktionsräume der Graffiti-Szene und hat soziale Indikatorfunktion. Ihre bildliche und schriftsprachliche Gestaltung, ihre Semantik und Funktionalität geben Hinweise auf Themen, Einstellungen, Ethik und Relevanz-Setzungen der meist jugendlichen Akteure.«((Papenbrock, Martin / Tophinke, Doris (2018): Graffiti digital. Das Informationssystem Graffiti in Deutschland (INGRID). In: Zeithistorische Forschungen, [[https://zeithistorische-forschungen.de/1-2018/id=5571|https://zeithistorische-forschungen.de/1-2018/id=5571]] , Abruf am 20.01.2022)) |